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Wenn
es zu jedem Topf nur einen passenden Deckel gäbe, dann würden die sich
doch nie finden, oder!?
Gehen wir diese Sache mal systematisch an. Welche Voraussetzungen
müssen eigentlich erfüllt sein, damit ein Topf zu einem Deckel passt?
Ich nenne mal den Topf männlich und den Deckel weiblich, obwohl das
keine Rolle spielt und umgekehrt genauso der Fall sein kann.
Einmal denke ich, dass es mit diesen "Schubladen" zu tun hat.
Jeder Mensch hat doch so seine Eigentümlichkeiten und persönliche
Ausstrahlung, nach denen er erstmal grob in eine "Schublade"
katapultiert wird. Da gibt es die auf den ersten Blick fiesen Typen, die
Liebenswerten, die Schüchternen, die Vorwitzigen, die Kleinkarierten,
die Weltoffenen, die Ernsthaften, die Humorvollen, und so weiter. Nehmen
wir mal an, es gäbe 30 solcher "Pauschal-Schubladen". Nun kann man
doch schonmal ebenso pauschal sagen, dass gewisse Schubladen überhaupt nicht
zueinander passen (z.Bsp. kann ich mir einen Fiesen-Typen-Mann mit einer
Kleinkarierten-Frau überhaupt nicht vorstellen) und andere Schubladen
passen erstmal wiederum hervorragend zusammen (so könnte ich mir
Schüchternen-Mann mit Kleinkarierten-Frau gut vorstellen, aber auch
Schüchternen-Mann mit Humorvoll-Frau). So gesehen gäbe es unheimlich
viele Deckel zu einem Topf. Angenommen, es gibt zu diesen 30 Schubladen
immerhin 10 mögliche Kombinationen, so wären das auf 80 Mill. Bundesbürger
26 Mill. Töpfe und passende Deckel.
Aber es gibt natürlich noch andere Kriterien. Ist es etwa vorstellbar,
dass sich ein total ungebildeter Typ eine hochgebildete Frau angeln
kann, oder umgekehrt? Ich denke nicht oder nur ganz selten - und
in diesem Falle muss dann ein anderer Aspekt der Auslöser sein, aber
nicht das Topf-Deckel-Gebilde. Nehmen wir mal an, dass dieses ungleiche
Paar 50% der Bundesbürger ausmacht, so blieben nun noch 13 Mill.
Töpfe und passende Deckel.
Ein anderer Gesichtspunkt ist meiner Meinung nach die berufliche
Ausbildung. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sich eine
Stewardess in einen Gärtner verlieben wird, eher wird sie sich in einen
ihrer geschäftsreisenden Manager, Piloten oder Kollegen vergucken. Oder
beim Maurer wird es wohl kaum passieren, dass sich eine Bankkauffrau in
ihn verliebt, oder umgekehrt. Diese beruflichen Gegensätze machen
sicherlich nochmals 50% aus, so dass noch auf 6,5 Mill. Töpfe ein
Deckel zu finden wäre.
Kann man sich vorstellen, dass sich ein 1,60 Meter kleiner Topf-Mann in
eine 1,80 Meter grosse Deckel-Frau verguckt?
Oder ein 150 kg-Topf wird von einem 55 kg-Deckel zugedeckt? Oder ein
potthässlicher Topf-Mann wird von einem bildhübschen Modell-Deckel
begleitet? Sicherlich kommt das vor, aber es sind Einzelfälle und
hat nichts mit dem Topf-Deckel-Gedanken zu tun (eher mit der Kohle;-).
Wenn ich hier mal von mir ausgehen darf und grob gerechnet annehme, dass
mir von 20 weiblichen Deckeln, die mir irgendwo flüchtig begegnen,
höchstens einer "auf den ersten Blick" zusagen würde, dann
blieben von den 6,5 Mill. erstmal noch 325 Tausend Kombinationen übrig.
Nun lassen wir mal die Töpfe und Deckel wegfallen, die vom Alter her
überhaupt noch nicht in Frage kommen, sprich Kinder. Da rund gerechnet
15% der Bundesbürger noch unter 16 Jahren sind, verbleiben zunächst
noch 276 Tausend Kombinationsmöglichkeiten.
Nun kommt last not least noch der Altersunterschied hinzu. Es ist zwar
seit Jahrzehnten ein Wandel im Gange, so dass der Topf nicht mehr wie in
früheren Zeiten unbedingt älter als der Deckel sein muss, aber krasse
Altersunterschiede sind doch recht selten und Ausnahmen zählen bei
dieser Analyse nicht. Wenn man nun alle Möglichkeiten in Betracht
zieht, bei der grosszügig gerechnet höchstens ein Altersunterschied
von 10 Jahren zugelassen ist, dann fallen statistisch gesehen nochmals
gut 70% an Kombinationsmöglichkeiten weg und es verbleiben noch knapp
83 Tausend Töpfe und ihre passenden Deckel.
Nun kommen noch sprachliche Barrieren hinzu. Es ist ja tatsächlich so,
dass wir in diesem einen Land 16 Bundesländer haben und in jedem Bundesland
wird eigentlich ein eigener Slang gesprochen. Glaubt nicht, dass sich
ein Sachse auf eine Schwarzwälderin einlassen würde, wenn die nur
Alemannisches von sich gibt - und umgekehrt ! Gehen wir der Einfachheithalber davon aus,
dass jeweils 4 Bundesländer sich sprachlich einwandfrei verstehen und
somit keinerlei Hürde bei unserem Topf-Deckel-Spiel darstellen, dann
bleibt der vierte Teil oder 20,75 Tausend übrig.
Nun endlich müssen wir die Topf-Deckel-Paare in Erwähnung bringen, die
sich zwar mal als scheinbar passendes Gegenstück gefunden hatten, aber
dann im Laufe der Zeit bemerkten, dass man doch nicht so gut
zusammenpasst.
Statistisch gesehen gehen von 7 längeren Beziehungen (One-Night-Stands
zählen hier sowieso nicht) 5 wieder in die Brüche, verbleiben also
zunächst rund 6 Tausend Töpfe und ihre passenden Deckel.
Damit sind wir eigentlich schon am Ende der Rechnung angelangt, andere
einflussreiche Aspekte wollen mir nicht mehr einfallen. Da in der Zahl
6000 noch die Töpfe und Deckel enthalten sind, muss nur noch
durch 2 geteilt werden und wir wissen es ziemlich genau: Zu jedem
bundesdeutschen Topf
gibt es 3000 Deckel !
;O)

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