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Als ich heute früh, wie üblich äusserst unpünktlich, an meinen Arbeitsplatz kam, empfing mich mein Chef mit den Worten: "Herr Zhansel, wir haben heute den TÜV bei uns im Haus zwecks Qualitätskontrolle unserer Produkte. Dabei wird auch darauf geschaut, wie sich unsere Mitarbeiter bei der Arbeit an die geltenden Normen halten. Ich möchte es kurz machen: Sie haben heute einen bezahlten Urlaubstag,
also bis morgen !" Seine rechte Hand suchte die meinige und mit der linken drückte er mich
zur Tür hinaus. Sein Lächeln kam mir übertrieben freundlich vor, aber
ein kleines bisschen naiv schätzte ich ihn schon immer ein. Da ich nun sowieso schon aufgestanden war, entschloss ich mich, diesen Tag nicht auch noch nutzlos zu verbringen. Schon längere Zeit hatte ich die Absicht, die Burg "Hohenzollern" bei Balingen zu besuchen. Aufgrund der winterlichen Strassenverhältnisse zog ich es vor, mal wieder bequem mit dem Zug zu reisen. Während der kurzen Reise schaute ich durch das geöffnete Fenster hinaus, als urplötzlich der Schaffner hinter mir stand und mich darauf aufmerksam machte, dass gleich ein Tunnel käme. Bevor ich ihn fragen konnte, auf welcher Seite, war er auch schon wieder verschwunden.
Etwas irritiert suchte ich das Bordrestaurant auf. Als mir der Ober auf
mein mehrfaches Zurufen entnervt sagte, dass er erst die Damen dort
drüben bedienen müsse, fiel mir das Schicksal der Titanic ein....
geistesgegenwärtig zog ich die Notbremse.
Nach dem Verhör durch die herbeigerufenen Ordnungshüter durfte ich
völlig freiwillig 300 Euro an die gemeinnützige Institution
"Bundesfinanzkasse" spenden und zu Fuss weitergehen. Auf der Burg "Hohenzollern" fragte ich dann den Schlossherrn, ob es denn hier wirklich einen Schlossgeist gäbe, wie immer wieder behauptet wird. Er winkte lächelnd ab und meinte, dass er nun schon seit über 300 Jahren hier wohne und ihm in dieser Zeit noch kein Geist begegnet sei. Na also, ich ahnte schon immer, dass dieses Gerücht nur der Publicity dient.
Im Schlossrestaurant wollte ich dann das gleiche essen, was auch die
Dame am Tisch gegenüber isst. Der Ober erhielt aber einen kräftigen Fusstritt,
als er ihr den Teller wegziehen wollte. Das nachfolgende Gerangel machte
mich nervös und ich zog es vor, hungrig von dannen zu ziehen. Als ich nach der Schlossbesichtigung zum Parkplatz kam, suchte ich erstmal stundenlang mein Auto. Vergebens ! Trotz intensiver Suche fand ich es nicht, aber in dem roten Ferrari steckte schon die ganze Zeit der Schlüssel im Türschloss........ Auf dem Rückweg stoppte mich vom Strassenrand ein Mann im grünen Smoking. Er bat, die Wagenpapiere und meinen Führerschein zu
begutachten. Freundlich wie immer suchte ich im Handschuhfach, fand eine Plastikkarte mit der Aufschrift "Führerschein für
Ida von Zeddler, geb. am 23.12.62 in Wiesbaden". Da ich annahm, dass er genau solche Karten sammelt, übergab ich sie ihm grosszügig. Auf die Frage, wie ich heisse,
versuchte ich einen Gähäg und sagte kichernd "Ida von Zeddler, geboren am 23.12.62 in Wiesbaden, aber sie können ihr
Dankesschreiben auch gerne an diesen
Link schicken". Widererwarten lachte er nicht, grinste nichtmal, sondern
steckte die Karte wortlos ein. Gefiel ihm wohl doch nicht so besonders, diesem Ignoranten, und
ich brauste also auch wort- und grusslos davon.........
Auf der Weiterfahrt konnte ich das Knurren meines leeren Magens nicht
mehr mit anhören und ich machte Stopp an einem China-Restaurant. Leider
vergass ich, die Türe zuzumachen. Als sich dann der Strassenköter
neben mich auf den Stuhl setzte, warfen die mich raus, weil ich
angeblich mein Essen selbst mitgebracht hatte. Bei meiner Heimkehr hatte ich ein Dringlichkeitsschreiben von der Staatsanwaltschaft an meiner Haustüre
kleben. Direkt vor dem Schlüsselloch. Mit Siegel. Wie nobel
! Und dabei heisst es immer, dass die Kommunen Pleite sind !
Da ich mit bürokratischem Geschreibsel nicht allzuviel anfangen kann, klingelte ich einfach mal bei meinem
Nachbarn und Freund Klaus Feigel, der glücklicherweise Rechtsanwalt ist und daher
sicherlich öfter solche Post bekommt. Überrascht war ich etwas, als
ausgerechnet meine Lebensgefährtin die Türe öffnete, die eigentlich
bis Mittwoch bei ihrer Mutter sein wollte. Nanu, was macht die denn
hier, hat sie etwa auch ein Schreiben bekommen ? Na, ich bin in
Eile und werde sie später zu Hause danach fragen. Ich gab ihr
einen flüchtigen Kuss und fragte beim Vorbeigehen, ob sie bei ihrer
Mutter artig war. Sie antwortete, dass sie nach der Meinung vom Klaus sogar grossartig
war. Hä, woher weiss denn der Klaus das?
Er zeigte sich bei meinem Eintreten ins Büro und flüchtigem Blick auf das zusammengefaltete Papier sofort bereit, meinen Fall zu übernehmen.
Auf die Frage, ob ich denn bei einem eventuellen
Unterliegen den Prozess bezahlen könne, erklärte ich ihm, dass ich einen nahezu nagelneuen Ferrari
vor meiner Wohnung stehen habe. Er strahlte und fragte, wessen ich denn angeklagt sei. Ich faltete das Papier auseinander und las ihm die Schlagzeile vor:
"Unverzügliche Vorladung wegen dringendem Verdacht auf Autodiebstahl". Er erblasste und rief seine Angestellten herbei, die mich sofort umstellten und freundlich zur Tür beorderten. Wahrscheinlich streifte sein Blick zuvor die Wanduhr. Es war 17 Uhr und auch ich hätte jetzt den verdienten Feierabend in der Firma, wenn der TÜV wegen dieser Qualitätskontrolle nicht erschienen wäre.
Schade, dass ich morgen keinen bezahlten Urlaub mehr habe, denn ich wollte schon lange mal
auf den Feldberg.
Nur so, zum Schlittenfahren.........
(Hunger habe ich übrigens auch noch)
Und hier die Aufgabe:
Wieviele Witze sind im Text enthalten
? ;O)
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